Das Sturmtief Luise hat die Feuerwehr Heiligenhaus am Wochenende gefordert. Insgesamt arbeitete sie 26 Einsatzstellen ab, vor allem wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste. Außerdem in dieser Lagemeldung: ein Gasmelder, der in Rösrath Alarm schlug, und ein umgekippter Sattelzug auf der A3, nach dem im Stau die Rettungsgasse zum Thema wurde.
Sturmtief Luise: Bäume und Äste blockieren Wege in Heiligenhaus
UnwetterHeiligenhaus · 23. bis 25.10.2026
Was ist passiert?
Von Freitagabend bis Sonntag um 17 Uhr arbeitete die Feuerwehr Heiligenhaus insgesamt 26 Einsatzstellen ab. Meist ging es um umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, die Straßen und Radwege blockierten oder eine Gefahr darstellten. Am späten Samstagabend fiel ein Baum auf ein geparktes Auto. Aufwendiger war ein Einsatz am Sonntagmorgen um 5:30 Uhr: Ein Baum war über eine Wohnstraße und auf mehrere dort geparkte Fahrzeuge gestürzt. Außerdem fiel ein größerer Ast auf einen geparkten Anhänger. Lose Äste, die auf einen Gehweg zu fallen drohten, holten die Einsatzkräfte mit der Drehleiter herunter.
Insgesamt waren über das Wochenende rund 40 Einsatzkräfte eingebunden, zeitweise an bis zu drei Einsatzstellen gleichzeitig. Nach Angaben des Pressesprechers kehrten manche erst nach 2 Uhr nachts zur Wache zurück, um 5 Uhr kam der nächste Alarm. Wo auf Waldwegen Bäume und Äste lagen, ohne dass eine Gefahr bestand, wurden die Bereiche abgesperrt; der Forstbetrieb der Stadt räumt sie nach und nach. Bei den sturmbedingten Einsätzen wurde niemand verletzt.
Was heißt das für Sie?
Mehrere Einsätze betrafen geparkte Fahrzeuge und Wege, auf denen Menschen unterwegs sein können. Die Notfallvorsorge der Stadt Nürnberg rät, bei Sturm drinnen zu bleiben, weil herabfallende oder umherfliegende Gegenstände lebensgefährlich sein können. Sichern Sie vorher lose Dinge im Freien, etwa Gartenmöbel oder Mülltonnen. Schließen Sie Fenster und Rollos. Verzichten Sie auf unnötige Autofahrten und fahren Sie bei Sturm keinesfalls in Waldgebiete.
Prüfen Sie nach dem Sturm Gebäude, Dach, Fenster und Außenanlagen auf Schäden, denn herabfallende Ziegel oder lose Äste bleiben ein Risiko. Die Stadt Nürnberg empfiehlt außerdem eine Warn-App wie NINA, KATWARN oder die App des Deutschen Wetterdienstes. Mehr dazu im Notfall-Navigator im Bereich Wissen, dort unter Hochwasser & Unwetter (Sturm, Gewitter und Hagel) und Warnung & Alarmierung (Warn-Apps und Warnportale).
Quelle: Feuerwehr Heiligenhaus, 25.10.2026
Gasmelder schlägt an: alle Einheiten alarmiert
GasRösrath · 24.10.2026
Was ist passiert?
Am Samstagvormittag um 10:36 Uhr wurden alle Einheiten der Feuerwehr Rösrath nach Forsbach alarmiert, weil dort ein Gasmelder ausgelöst hatte. Ein Trupp unter Atemschutz prüfte das Gebäude mit einem Messgerät. Auch zusammen mit dem Energieversorger fand die Feuerwehr keine undichte Stelle.
Für die Feuerwehr Rösrath war es eine von neun Alarmierungen an diesem Wochenende. Im Lauf des Wochenendes waren alle drei Einheiten im Einsatz, zusammen rund 40 ehrenamtliche Einsatzkräfte.
Was heißt das für Sie?
Erdgas selbst riecht nicht. Ihm wird ein Stoff zugesetzt, der einen deutlichen Warngeruch erzeugt, ähnlich wie faule Eier. Die Feuerwehr Lehrte nennt für den Fall eines Gasaustritts klare Regeln: offenes Feuer sofort löschen, auch Zigaretten. Türen und Fenster öffnen und das Gebäude umgehend verlassen, andere Menschen im Haus warnen. Keine Schalter, elektrischen Geräte oder Türklingeln betätigen, weil ein Funke das Gas entzünden könnte.
Telefonieren Sie erst außerhalb des Gefahrenbereichs: mit der 112 und mit Ihrem Gasversorgungsunternehmen. Worauf es beim Anruf ankommt, beschreibt unser Beitrag Notruf richtig absetzen.
Quelle: Feuerwehr Rösrath, 25.10.2026
Stau auf der A3: Hubschrauber soll gemeldetes Fehlverhalten dokumentieren
StraßenverkehrA3, Urbach/Linkenbach · 23.10.2026
Was ist passiert?
Am Freitagmorgen gegen 6:36 Uhr erfuhr die Autobahnpolizei Montabaur von einem umgekippten Lkw mit Siloanhänger auf der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt. Laut der ersten Meldung lag er über dem mittleren und rechten Fahrstreifen bis auf den Grünstreifen. Kurz darauf hieß es, die Person am Steuer habe den Lkw augenscheinlich unversehrt verlassen. Am Sattelzug hing eine Gefahrguttafel. Nach Angaben der Person am Steuer war das Silo mit einer biologisch abbaubaren Waschsubstanz beladen, von der grundsätzlich keine Gefahr für Mensch oder Umwelt ausgehe. Das Silo war augenscheinlich unbeschädigt. Die Feuerwehr war mit dem Gefahrstoffzug vor Ort.
Während der Bergung war die Autobahn phasenweise voll gesperrt, sonst lief der Verkehr einspurig über den linken Fahrstreifen. Es kam zu erheblichem Rückstau und vor der Anschlussstelle Neuwied teilweise zu chaotischen Zuständen: Nach Meldungen, die bei der Polizei eingingen, wurden dort eine vierte und fünfte Spur zur Abfahrt hin aufgemacht. Die Polizei forderte deshalb ihre Hubschrauberstaffel an. Aus der Luft sollte das Fehlverhalten nach Möglichkeit so festgehalten werden, dass es sich später nachweisen und gegebenenfalls ahnden lässt. Das galt auch für Verstöße bei der Bildung einer Rettungsgasse.
Was heißt das für Sie?
Die Rettungsgasse ist in der Straßenverkehrs-Ordnung geregelt (§ 11 Absatz 2). Sobald auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren wird oder die Fahrzeuge stehen, müssen die Fahrzeuge zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen eine freie Gasse für Polizei und Hilfsfahrzeuge bilden.
Zusätzliche Spuren auf eigene Faust, wie sie laut Meldungen vor Neuwied entstanden, wertete die Polizei als Fehlverhalten. Mehr dazu in unserem Beitrag Rettungsgasse: so geht es richtig.
Quelle: Verkehrsdirektion Koblenz, 23.10.2026
Zum Weiterlesen
- Stadt Nürnberg, Notfallvorsorge: Sturm und Unwetter
- Feuerwehr Lehrte: Was tun bei Gasaustritt?
- Straßenverkehrs-Ordnung, § 11 Besondere Verkehrslagen
- Blaulicht und Martinshorn: richtig reagieren
Im Notfall: 112. Die Lagemeldung blickt auf Einsätze zurück und ist kein Warndienst. Unsere Tipps ersetzen keinen Erste-Hilfe- oder Brandschutzkurs.
Titelbild: Khamkéo / Unsplash